hund-in-der-sonneEpidemiologen aus Schweden im Fachmagazin Scientific Reports haben in einer Studie gezeigt, dass Hundebesitzer länger leben und seltener an Herzkreislaufleiden erkranken. Die Studien belegen, dass es gut für die Gesundheit ist, mit einem Hund zusammenzuleben. Das Zusammenleben gerade mit Hunden, wirkt belebend, sorgt für regelmäßige Aktivität und hilft so, Stress zu verarbeiten. Hundehalter benötigen rund 15 % weniger Arztbesuche. Auch verlängert das Zusammenleben mit einem Hund die Überlebenszeit nach einem Herzinfarkt im Vergleich zu Infarktpatienten ohne Hund. Unglaublich oder?

Ein wesentlicher Aspekt ist, dass Hunde uns aktivieren

Unsere felligen Begleiter wollen einen bestimmten Tagesablauf. Sie wollen dass man sich um sie kümmert, mit ihnen Gassi geht, füttert, streichelt und Sie natürlich auch Geistig auslastet durch spielen und Training. Was auch der Gesundheit förderlich sein kann, Hunde bringen uns mit anderen Haltern zusammen. Das ist eine besonders einfache Möglichkeit für alte Menschen oder für Singles in sozialen Kontakt mit anderen zu bleiben. Und so manche Herzensverbindung ist beim Gassigehen mit den Hunden auch schon entstanden. Für alte Menschen ist ein Hund oft eins der besten Mittel gegen Altersdepression. Hunde sind auch oft gut für die zwischenmenschliche Kommunikation in Partnerschaften und Familien. Sie können zudem Schmusepartner sein und durch emotionale und soziale Unterstützung zur Stressbewältigung beitragen.

Nicht jeder Mensch passt zu jedem Hund

Voraussetzung für die gesundheitsfördernde Wirkung ist allerdings eine gute Beziehung, aber leider verlaufen nicht alle Beziehungen zu Kumpan-Tieren harmonisch. Wenn das so wäre, wären die Tierheime nicht so voll. Warum sowas scheitern kann, ist oft ein unüberlegter Kauf oder eine Anschaffung. Für ausgesprochen bequeme Menschen mögen Hunde, die sich gern bewegen, zwar theoretisch gesund und motivierend sein. Aber sie werden durch die Tiere oft überfordert und gestresst, was zur Folge hat das der Hund durch zu wenig Bewegung unterfordert ist. Manchmal hat man auch zu hohe Erwartungen an seinen Vierbeiner. Verläuft die Beziehung nicht gut, hat das Stress zur Folge und viele Menschen entscheiden sich dann geradewegs Ihre “geliebten” Tiere wieder abzugeben oder ins Heim zubringen. Oft überschüttet man seinen Hund auch mit zuviel Liebe, dann wird es ihm zuviel – und umgekehrt, wenn man ihm zu wenig Zuneigung gibt. Deswegen sollte man sich immer der Verantwortung bewusst sein, die man mit der Anschaffung eines Hundes zu tragen hat. Und sich genauestens im vorhinein informieren, welcher Hund am besten zum eigenen Gemüt passt und nicht nur hübsch aussieht.

Therapie oder tiergestützte Pädagogik

Wissenschaftler haben in Wohngruppen von sozial schwierigen Jugendlichen das sog. Kommunikationsmuster bei Anwesenheit und Abwesenheit eines Hundes untersucht. Das Ergebnis war, dass allein die Gegenwart eines ruhigen, netten Hundes sich auf das Verhalten der Jugendlichen ausgewirkt hat. Sie gehen ruhiger miteinander um und sind nicht mehr so aggressiv. In vielen Schulen ist es schon üblich, dass Lehrkräfte mit Hunden arbeiten. Sie nehmen beispielsweise ein Tier mit in die Klasse – so wird wider Erwarten ein besseres Klima geschafft. Aber dazu muss der Hund auch geeignet sein. Er braucht auch Pausen, sonst kann es vorkommen, dass das Tier überfordert ist. Ein gestresster Hund hilft nicht viel und ihm selbst tut das natürlich auch nicht gut. Da war von einem Experiment zu lesen, das bei einer Universität in Amerika durchgeführt wurde. Man hat bei wichtigen Examensarbeiten Hunde mit in die Klasse gebracht. Das Resultat war, dass die Studenten wesentlich ruhiger und konzentrierter wurden. Eine sehr gut Sache sind auch die Therapiehunde, die in Altenheimen oder Krankenhäusern eine gute Atmosphäre schaffen. Sie sind allerdings ausgebildet, ruhig und besonnen. Es ist schön, die strahlenden Gesichter der alten Menschen zu sehen, wenn der Hund kommt. Das trägt zur Ruhe und guten Verfassung bei.

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