hund-tröstenHunde erkennen menschlichen Kummer und wollen helfen. Schon Hildegard von Bingen, die bedeutende Gelehrte und Heilerin des Mittelalters sagte: „Gib den Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund!“ Auch die meisten Hundehalter wissen, wenn es einem mal schlecht geht, tröstet niemand besser als die eigene Fellnase.

Hunde spüren den Kummer ihrer Besitzer

Auch eine neue Studie beweist das wissenschaftlich. Im Studienverlauf untersuchten die Forscher das Verhalten von 34 Hunden unterschiedlicher Rassen und Größen. Dazu mussten sich die Besitzer in einen anderen Raum, hinter eine Plexiglastür, setzen. So, dass sie ihre Hunde sehen konnten. Dann sollten sie entweder ein Schlaflied summen oder weinen und um Hilfe bitten. Die Plexiglastür ließ sich ganz leicht öffnen, so dass die Tiere zu ihren Besitzern gelangen konnten.

Hunde, die ihre Halter weinen hörten, öffneten die Tür weitaus schneller

meist in nur einem Viertel der Zeit als die anderen, deren Besitzer sich gelassener gaben. Es kam aber auch vor, dass Hunde, die ihre Besitzer in Nöten glaubten, so Panik gerieten, dass sie nicht fähig waren zu handeln. Auch in der Messung der Herzfrequenz der Hunde gab es große Unterschiede. Eigentlich sollte die Messung zwei Minuten dauern, aber manche Hunde waren schon nach 20 Minuten bei ihren Besitzern. Was aber auch bemerkenswert war, dass die klugen Tiere scheinbar genau wussten, ob ihre Menschen wirklich traurig waren oder es nur schlecht spielten!

 

Natürlich könnte es sein, dass Hunde ihren eigenen Gemütsstand beruhigen wollten.

Helfen zu wollen, weist aber auch auf die mehr oder weniger stärkere Bindung an seinen Menschen hin. Also ist der Eindruck vieler Hundebesitzer richtig, dass ihre Vierbeiner nicht nur den menschlichen Kummer spüren, sondern dass sie sogar aktiv werden, um ihre Menschen aufzumuntern. Es gab schon frühere Studien, aber lange hat man die Existenz tierische Emotionen verleugnet. Es sei auch sehr schwierig, so wird erläutert, diesen Komplex zu erforschen. Aber nun hat man in dieser und anderen Studien mehr und mehr Einblicke in die Gefühlswelt unserer Vierbeiner erhalten. Und schließlich beruht der Willen, seinen besten Freund glücklich zu sehen, meist auch auf Gegenseitigkeit.

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