Schädliche Zusatzstoffe im Hundefutter

Die Wahl des richtigen Futters für Hunde ist von entscheidender Bedeutung für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Leider enthalten viele kommerzielle Hundefutterprodukte schädliche Zusatzstoffe, die oft nicht deklariert werden müssen. In diesem Artikel erfährst Du, welche Zusatzstoffe das sein können, warum sie problematisch sind und sie nicht immer deklariert werden müssen.

Künstliche Konservierungsstoffe

BHA (Butylhydroxyanisol) und BHT (Butylhydroxytoluol)

Diese Konservierungsstoffe werden häufig verwendet, um die Haltbarkeit von Hundefutter zu verlängern. Ein Sack Trockenfutter ist oft bis zu 2 Jahren haltbar. Studien haben jedoch gezeigt, dass sie potenziell krebserregend sein können und mit allergischen Reaktionen sowie Leber- und Nierenschäden in Verbindung gebracht werden.

Künstliche Farbstoffe

Blue 2, Red 40, Yellow 5 und 6

Diese synthetischen Farbstoffe werden oft verwendet, um Hundefutter ansprechender zu machen. Sie haben jedoch keinen ernährungsphysiologischen Nutzen und können allergische Reaktionen, Verhaltensprobleme und sogar Krebs verursachen. Trotz ihrer potenziellen Gefahren müssen diese Farbstoffe nicht immer auf der Verpackung angegeben werden.

Künstliche Geschmacksverstärker

Mononatriumglutamat (MSG)

MSG wird verwendet, um den Geschmack von minderwertigen Zutaten zu verbessern. Es kann jedoch neurotoxisch wirken und Probleme wie Kopfschmerzen, Übelkeit und allergische Reaktionen hervorrufen.

Süßstoffe

Xylitol

Xylitol ist ein künstlicher Süßstoff, der für Hunde hochgiftig ist. Schon geringe Mengen können zu schweren gesundheitlichen Problemen wie Insulinüberproduktion, Leberversagen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Trotz seiner Gefährlichkeit muss Xylitol nicht immer deklariert werden, wenn es in “geringen” Mengen enthalten ist.

Füllstoffe und Bindemittel

Propylen Glykol

Propylen Glykol wird als Feuchthaltemittel und Bindemittel in halbfeuchtem Hundefutter verwendet. Es ist ein Nebenprodukt der Erdölindustrie und kann bei Hunden zu Verdauungsproblemen, Leberschäden und zentralnervösen Störungen führen.

Antioxidantien

Ethoxyquin

Ethoxyquin wird als Konservierungsmittel in Hundefutter verwendet, ist aber ursprünglich als Pestizid entwickelt worden. Es steht im Verdacht, Krebs zu verursachen und Leber- sowie Nierenschäden hervorzurufen.

Warum werden diese Zusatzstoffe nicht deklariert?

Hersteller von Hundefutter sind oft nicht verpflichtet, alle Inhaltsstoffe offenzulegen, insbesondere wenn sie in sehr geringen Mengen vorhanden sind oder wenn sie als Verarbeitungshilfsstoffe genutzt werden.  Wenn Inhalte verwendet werden die schon mit Zusatzstoffen versehen eingekauft wurden, müssen sie ebenfalls selten deklariert werden. Dies bedeutet, dass selbst bei sorgfältigem Lesen der Etiketten  schädliche Zusatzstoffe übersehen werden können. Hinzukommt das die Deklaration für die meisten Hundehalter kaum zu verstehen ist, dahinter steckt in vielen Fällen System. Was aber nichts daran ändert, das dem Hund zu Liebe verantwortungsvoll gehandelt werden muss. Das bedeutet: Hundehalter müssen sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Wie kannst Du Deinen Hund schützen?

  • Lies die Etiketten sorgfältig: Achte auf klare Deklarationen und meide Produkte mit unklaren Begriffen wie “künstliche Aromen”, “künstliche Konservierungsstoffe”, aber auch “Zusatzstoffe” oder “Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe”. Das setzt jedoch voraus, das Du weißt wie eine Deklaration zu lesen ist. In unserem Futtercheck für Hunde klären wir darüber auf.
  • Wähle hochwertige Marken: Entscheide Dich für Hundefutter, das natürliche Konservierungsstoffe wie Vitamin E und C (Tocopherole und Ascorbinsäure) verwendet. Doch welche Marke ist hochwertig? Buchtipp: Hunde würden länger leben, wenn… von Frau Dr. Ziegler bei Amazon.
  • Erkundige Dich beim Hersteller: Frage direkt beim Hersteller nach detaillierten Informationen über die verwendeten Inhaltsstoffe und deren Herkunft. Hersteller sind jedoch sehr geschickt darin Dir viel Honig ums Maul zu schwätzen. Verlange zum Beispiel Zertifikate!
  • Trockenfutter ist tabu! Es ist eine Erfindung aus der Nachkriegszeit und sehr ungesund für Hunde. Leider wird Trockenfutter immer noch mit Werbemillionen als “gesund” vermarktet. Es ist billig herzustellen und mit hoher Marge zu verkaufen. Würdest Du über viele Jahre hinweg tagtäglich komische trockene Brocken essen wollen? Nein! Dein Hund soll das aber? Das hat nichts mit Ernährung zu tun. Jede Fertigpizza ist “gesünder”.
  • Meide die großen (Online-)Futterbuden! Die guten Hersteller findest Du dort nicht, sondern überwiegend Industriefutterhersteller. Gute Hersteller vermeiden die schlechte Gesellschaft von Industriefutterherstellern.
  • Zubereitung eigener Mahlzeiten: Überlege, ob das Selberkochen oder BARF für Deinen Hund eine Option ist, um volle Kontrolle über die Zutaten zu haben. Dafür solltest Du aber einen zertifizierten Ernährungsberater konsultieren, der Dir einen bedarfsgerechten Futterplan erstellt und viele Dinge rund um die Ernährung beibringt. Der Tierarzt ist in der Regel dafür der falsche Ansprechpartner, ihm fehlt meistens diese wichtige Zusatzausbildung (sie ist kein Bestandteil des Studiums).

Fazit

Dein Hund, Deine Verantwortung! Die Gesundheit von Hunden hängt sehr stark von der Qualität seines Futters ab. Von Zahnstein bis Niereninsuffizienz haben viele Erkrankungen in der Fütterung Ihren Ursprung. Indem Du Dich über schädliche künstliche Zusatzstoffe im Klaren bist, Du weißt was eine artgerechte Ernährung bedeutet und so bewusste Entscheidungen triffst, kannst Du das Risiko minimieren und das Wohlbefinden Deines Hundes maximieren. Informiere Dich gründlich und wähle nur das Beste für Deinen vierbeinigen Freund. Du musst das alles lernen, denn es geht um ein Familienmitglied. Am besten bevor man sich einen Hund anschafft!

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