Auch Hunde werden krank. Genau wie wir Menschen kämpfen Sie mit Rückenschmerzen, Diabetes, Gelenkerkrankungen bei Hunden und vielem mehr. Allerdings gibt es auch einige Krankheiten, die uns Menschen erspart bleiben, unsere vierbeinigen Freunde dafür aber umso härter treffen. Oft fällt es Hundehaltern aber schwer, diese Krankheiten zu erkennen und die Symptome dem entsprechenden Krankheitsbild zuzuordnen – dabei ist das meistens dringend nötig. Ein typisches Beispiel ist hier die Staupe: Fast jeder hat schon von dieser oft tödlichen Tier-Krankheit gehört, aber die wenigsten wissen mehr als den Namen. Dabei kann eine frühzeitige Diagnose in vielen Fällen lebensrettend sein.

Die Staupe – eine Hundekrankheit

Die Staupe ist eine von wenigen Krankheiten, die tatsächlich ausschließlich Hunde und Hundeartige befallen. Betroffen sind neben Hunden, Wölfen und Füchsen auch deren weitläufigere Verwandte, wie Marder, Robben und Kleinbären. Katzen können zwar theoretisch infiziert werden, allerdings verläuft die Infektion bei den Samtpfoten völlig symptomfrei. Für Menschen hingegen ist die Staupe völlig ungefährlich.

Es handelt sich dabei um eine Viruserkrankung, die durch den der Caninen Staupevirus ausgelöst wird, der mit dem menschlichen Masernvirus verwandt ist. Gegen äußere Einflüsse, wie Hitze oder Kälte, ist das Virus überraschend resistent, durch gängige Desinfektionsmittel lässt es sich allerdings gut abtöten.

Die Übertragung von Staupe findet normalerweise über Tröpfcheninfektion statt: Alle Ausscheidungen des Tieres, egal ob Urin, Kot oder auch Nasensekret und ähnliches, sind hoch infektiös und können durch die hohe Resistenz der Keime auch indirekt (also über den Kontakt mit kontaminierten Decken, Bürsten und ähnlichem) ansteckend sein. Die Erkrankung tritt normalerweise etwa 3-7 Tage nach der Infektion auf und kann Hunde aller Altersklassen treffen. Am häufigsten erkranken allerdings Welpen zwischen 2 und 6 Monaten an der Staupe. Wie intensiv die Erkrankung wird, hängt unter anderem auch vom Allgemeinzustand des Hundes ab: Fitte, gut genährte Hunde können die Erreger besser abwehren, als (aus welchem Grund auch immer) geschwächte Tiere. Ein stabiles Immunsystem ist auch hier hilfreich: Mit DOG FIT by PreThis® IMMUN mit Colostrum können Sie die natürlichen Abwehrkräfte ihres Hundes unterstützen und seine Anfälligkeit für Infekte, wie auch der Staupe verringern.

Typische Staupe-Symptome und Krankheitsverlauf

Die Staupe kann unterschiedliche Organsysteme befallen – deshalb gibt es auch zunächst einmal keinen eindeutigen Krankheitsverlauf. Was aber generell gesagt werden kann ist, dass als erstes Symptom hohes Fieber auftritt, häufig bis 41°C. Die weiteren Symptome hängen vom befallenen Organsystem ab.

Am häufigsten ist der Magen-Darm-Trakt betroffen. Hier zeigt der erkrankte Hund zusätzlich zum Fieber auch Erbrechen und Durchfall. Alternativ oder auch gleichzeitig kann der Atmungsapparat betroffen sein. In diesem Fall sind die gängigen Symptome Atemnot, Nasenausfluss, Niesen, Husten und häufig auch Bindehautentzündung. Bis zu diesem Zeitpunkt wird von einem „milden Verlauf“ gesprochen, der Organismus des Hundes kann unter Umständen noch selbst mit der Krankheit fertig werden. Werden bis zu diesem Zeitraum allerdings nicht ausreichend Antikörper gebildet, ist ohne Behandlung mit dem Tod zu rechnen, denn als nächstes befallen die Erreger das Nervensystem.

Ist das Nervensystem erst einmal befallen, wird das Ausmaß der Erkrankung deutlich: Sehstörungen, Muskelzittern, Lähmungserscheinungen und viele andere neurologische Schädigungen können auftreten. Häufig verhornen in dieser Phase auch Nase und Zehenballen. Ohne medizinische Hilfe ist der Hund nun dem Tode geweiht, aber auch mit ärztlicher Unterstützung ist das Überleben keineswegs gewiss. Und selbst wenn die Heilung gelingt, kann es sein, dass der Vierbeiner lebenslang Nerven- oder Gehirnschäden davonträgt: Die typisch schiefe Kopfhaltung, chronische Gehirnentzündung oder dauerhaft zitternde Muskelpartien sind nur einige Beispiele für solche Krankheitsfolgen.

Therapie und Behandlungsmöglichkeiten

Da Staupe eine ernsthafte, hochansteckende und häufig tödlich endende Krankheit ist, ist medizinische Behandlung dringend nötig. Wie bei allen Viruserkrankungen ist die Therapie allerdings etwas schwierig, denn direkte Gegenmittel, wie bei Bakterienerkrankungen, gibt es nicht. Zwar wird versucht durch das Spritzen von Antikörpern die Immunabwehr anzuregen, hauptsächlich geht es aber um eine Linderung der Symptome. Außerdem werden häufig Antibiotika verschrieben, um zu vermeiden, dass bakterielle Erkrankungen den Organismus zusätzlich schwächen.

Im Idealfall kann ein an Staupe erkrankter Hund in einer Tierklinik betreut werden: Denn dort kann nicht nur die Infektionsgefahr für andere Tiere gering gehalten werden, zusätzlich ist es dort auch möglich, in vielen Fällen notwendige Infusionen zu geben. Allerdings ist auch die Pflege Zuhause möglich: Achten Sie dabei auf jeden Fall auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Infusionen kann im Notfall auch der zuständige Tierarzt verabreichen) sowie auf peinlich genaue Hygiene, um eine Ansteckung anderer Tiere zu vermeiden.

Beugen Sie vor

Staupe ist eine ernsthafte Krankheit, die wenn sie erst einmal ausgebrochen ist, nur schwer behandelt werden kann. Oft ist es in erster Linie Glückssache, ob erkrankte Tiere überleben oder nicht. Deshalb lohnt es sich zum Wohl Ihres Tieres vorzubeugen: Der Impfstoff gegen Staupe ist relativ sicher und sollte schon Welpen ab der 8. Lebenswoche verabreicht werden, eine regelmäßige Auffrischung in regelmäßigen Abständen ist weiterhin nötig. Aber was ist schon ein kleiner Pieks gegen eine unter Umständen tödliche Krankheit.

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