Hund BarfenViele Hundehalter fragen sich, was sie noch Gutes für ihren Hund tun können. Bei der Recherche stoßen sie oft auf das Futterkonzept des Barfens, doch leider bleibt es meist dabei. Ist doch viel zu aufwendig, zu teuer und ich füttere doch ein super Premium-Futter. Also wird weiter dem Industriefutterhersteller vertraut, denn der Kot des Hundes ist ja ok und auch ansonsten scheint es ihm gut zu schmecken. Zumal ist die ganze Aufmachung des Futters doch super, warum sollte ich also das Futter wechseln? Spätestens nach der ersten Intoleranz, oder Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, Zahnstein und Mundgeruch, fragen sich viele Hundehalter, ob es nicht doch etwas mit dem Futter zu tun haben könnte. Im besten Fall wird sich die Frage schon vorher gestellt und unser gratis Futtercheck für Kunden in Anspruch genommen.

Die Ergebnisse sind in der Regel für Frauchen und Herrchen mehr als erschreckend. “Was habe ich nur meinem Hund die ganzen Jahre angetan?”, ist ein Satz, den wir hier bei DOG FIT leider sehr oft hören. Manchmal tut die Wahrheit weh und leider sind auch oftmals die Folgen einer nicht artgerechten Ernährung genau so schmerzhaft – in erster Linie für den Hund.

Muss ich denn meinen Hund Barfen? Das ist doch bestimmt sehr zeitaufwendig und teuer?

Hund Barfen

Du musst natürlich nicht, denn es gibt glücklicherweise zwei, drei gute Futtermittelhersteller in Deutschland. Und nein, es ist recht unwahrscheinlich das Du sie kennst. Werbung, Marketing und selbsternannte Ernährungspäpste sorgen ganz gezielt dafür, dass nur die großen Marken im Blickpunkt stehen. Die Futtermittelindustrie ist ein Milliardenmarkt und ihr geht es weniger um das Wohl Deines Hundes, als mit möglichst geringem Einsatz, möglichst viel Geld zu verdienen. Warum sollte sich die Futtermittelindustrie auch von der Lebensmittelindustrie unterscheiden?

Zeitaufwendig und teuer? Moment, eine grundsätzliche Frage: Du hast Dir einen Hund angeschafft und Dich vorher nicht darüber informiert was alles dazu gehört? Ich meine nicht die Hundeschule, das Geschirr, den Napf und das Körbchen. Sondern ich meine das absolute Grundbedürfnis eines jeden Lebewesens, die Ernährung. Du hast Dir höchstwahrscheinlich gedacht: Futter? Gibt es doch an jeder Ecke, im Supermarkt, online oder im Zoogeschäft. Da wird mir schon etwas Gutes empfohlen, soll zwar nicht zu teuer, aber doch schon ein ganz gutes Futter sein. Man kann es sich auch einfach machen, ist ja nur ein Hund.

Ach, die Zeit, ja ein Hund braucht auch Beschäftigung. Anfangs etwas Hundeschule, zwei Mal am Tag an der Leine Gassi gehen und am Wochenende auch mal eine kleine Runde im Park, das bekomme ich hin. Natürlich nur wenn es nicht regnet und auch nicht zu kalt ist (mein Hund könnte ja frieren, nee ist klar). Reicht auch bestimmt, Hauptsache ich habe einen Hund an meiner Seite. Vielleicht wäre ein Aquarium besser gewesen?

Futter selbst zubereiten? Dafür werde ich wohl nie die Zeit haben, muss ich ja zum Glück auch nicht und ich habe mal gehört das soll überhaupt nicht so gut sein. Der 15kg Sack ist zwar nicht so günstig, aber er hält doch etwas vor. Das passt schon, Abwechslung braucht der Hund ja nicht, ist doch alles drin was er braucht. Ich koche auch für mich auch nicht jeden Tag frisch. Moment! Du kannst dich frei entscheiden was Du isst und was Du dir damit antust, Dein Hund kann es nicht! Er ist auf dich angewiesen! Und ihm muss es ja nicht unbedingt besser gehen als mir selbst, ist dem Hund gegenüber eine der verantwortungslosesten Haltungen, die man einnehmen kann. Typisch Mensch, mag da der Hund denken.

Nun denn, ich glaube unerschütterlich an das Gute im Menschen und gehe einmal davon aus, dass Du dich nicht in den obigen Sätzen wiedererkannt hast. Falls doch, nun, es ist nie zu spät noch etwas dazu zu lernen. Und damit beginnen wir jetzt.

Einige grundsächliche Informationen zum Hund

Der Hund ist überwiegend ein Fleischfresser, wenn auch nicht zu 100%, eher zu 70 bis 80%. Er kann durch die lange Zeit der Anpassung einige Dinge vertragen, die sein Vorfahre der Wolf überhaupt nicht verträgt, wie z.B. stärkehaltige Nahrung. Was aber nicht bedeutet, dass sie auch gut für ihn ist. Ca. 20 bis 30% der wichtigen Nährstoffe, holt sich der Wolf indem er seine Beute im gesamten, besonders den Magen und den Darm seiner Beute mitsamt Inhalt, frisst. Die dort enthaltenen Nährstoffe aus Obst, Früchten, Gemüse, Pflanzen und Kräutern, versorgen den Wolf mit wichtigen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Antioxidantien, Kohlenhydraten und Ballaststoffen.

Ich halte seit 30 Jahren Hunde und sie werden artgerecht ernährt. Sie sind gesund, haben keine Zahnprobleme, kennen keine Intoleranzen und sehen den TA nur dann, wenn es z.B. ein Unfall erforderlich macht. Wie machst Du das? Werde ich gefragt. Nun, sich mit dem Wolf zu befassen hat mir sehr weitergeholfen den Hund erst richtig zu verstehen. Es eröffnet einem vollkommen neue Perspektiven, auch in der Erziehung und im Zusammenleben. Leider wird durch die „Schoßhund“ Domestizierung, oder die Fixierung auf „Talente“ (Jagt, Rettungshund etc.), der Hund oft auf einen Gebrauchshund reduziert und viel Ursprüngliches, was noch in jedem Hund steckt, wird unterdrückt. Es gibt nur wenige gute Man-Trailer oder Jäger, die ihr Wissen über den Wolf auch bei der Ausbildung ihrer Hunde anwenden. Aber ich habe doch einen Chihuahua. Ja und? Ist das etwa kein Hund? Natürlich muss er nicht jagen und zu einem Rettungshund wird er sehr wahrscheinlich auch nicht ausgebildet werden, trotzdem ist er ein Hund und kein Kuscheltier. Enttäuschend? Was hast du denn erwartet? Das bedeutet jetzt natürlich nicht, dass Du mit Deinem kleinen Hund jetzt nicht mehr kuscheln darfst.

Es spielt absolut keine Rolle, ob du einen Chihuahua, einen Mops oder einen Boxer hast. Der Hund mag sich zwar im Aussehen und Verhalten geändert haben, doch viele ursprüngliche Instinkte und vor allem sein Verdauungssystem und Gebiss sind nach wie vor mit dem Wolf nahezu identisch. Also bitte keine Ausreden a la: Aber mein Hund ist doch so klein und zart und schnuffig und und und. Ja, das sind viele Hunde und es ist auch gut das Du ihn an Deiner Seite und sehr lieb hast. Aber in dem Moment, wo du vergisst, das er ein Hund ist und kein Mensch, beginnst Du Deinem Hund zu schaden – ohne das Du es möchtest. Und leider wird so auch die Wichtigkeit einer artgerechten Ernährung allzu schnell vergessen und muss menschlichen Ansprüchen weichen. Mein Hund mag nur das gute Cä…. aus der Dose, was anderes frisst er nicht. Sorry Mensch, Du musst noch sehr viel über den Hund und seine Ernährung lernen!

Der WolfKurz zur Ernährung: Der ursprüngliche europäische Wolf lebte (und lebt wieder!) in eher kleineren Rudeln. Daher sieht seine Beute auch anders aus als zum Beispiel beim kanadischen Wolf. Der kanadische Wolf lebt in viel größeren Rudeln, seine Beute ist dementsprechend auch größer, da der Jagt-Verbund als Hetzjäger in der Lage ist auch größere Tiere zu reißen (Karibus, Elche, Bisons etc.).

„Unser“ Wolf jagt: Rothirsch, Reh, Wildschwein, bei leichtem Zugang auch Schafe und Ziegen, hin und wieder auch kleinere Säugetiere. Es gehört nun dazu sich mit der Ernährung seiner Beute zu befassen, abhängig der Jahreszeit. Rotwild frisst zum Bespiel hauptsächlich Gras, Kräuter, Beeren, Pilze und Waldfrüchte wie Bucheckern, Kastanien und Eicheln.

Die Winterzeit ist auch für den Wolf eher „mager“, aber schadet weder ihm noch unseren Hunden, im Gegenteil. Eine ständige 100% Auslastung der Verdauung ist eher kontraproduktiv – Fasten als Erholung für den Körper wird z.B. für uns Menschen von Ernährungspäpsten empfohlen, dabei steckt jedoch viel Ursprüngliches dahinter. Die wenigen (Ur-)Völker die es noch gibt sind kerngesund, solange sie keinen Kontakt zu uns haben. Und der Wolf oder der Wildhund sind ebenfalls kerngesund, solange sie keinen Kontakt zu uns haben. Es wird gegessen was die Natur zur Verfügung stellt. Im Winter weniger, dafür kann ab spätem Frühling wieder geschlemmt werden. Funktioniert seit Jahrtausenden, warum um Gottes willen ändern wollen? Aber natürlich freut sich jeder Hund über ein oder auch zwei Belohnungsleckerchen 😊 Das soll ihm ja auch gegönnt bleiben und fördert die Beziehung.

Kurz zum Kot: Wie zum Kot? Ja, richtig gelesen. Freut sich nicht auch der Mensch, wenn er einmal pro Tag gesunden Stuhlgang hat? Dann ist die Welt doch in Ordnung!

Mehr als 2 x pro Tag sollte es beim Hund jedoch nicht sein und mal hart, mal weich, ist nicht ok. Interessant zu wissen, dass der Wolf nicht täglich Kot absetzt (ebenso wie der noch ursprünglich lebende Mensch). Zum einen liegt es an der eher unregelmäßigen Nahrungsaufnahme, aber vor allem daran, dass Kot aus für den Organismus nicht vollständig verwertbaren Inhalten besteht (wichtige Ballaststoffe ausgenommen). Ein etwas pikantes Thema, aber ein ursprünglich lebender Aborigine hatte zwei, höchstens 3-mal die Woche Stuhlgang und dann auch nur etwas, recht hart, fast nur Ballaststoffe. Ganz ähnlich ist es mit vielen Wildtieren und auch dem Wolf. Das Verdauungssystem unsere Hunde wird durch ein überwiegend industriell gefertigtes und regelmäßig im Übermaß vorhandenes Nahrungsangebot unnötig in Anspruch genommen. Nahrung die eigentlich stärken soll, schwächt z.B. das Immunsystem, weil der Organismus nur noch mit Verdauung beschäftig ist. Ein Hund ist keine Kuh, die nahezu rund um die Uhr verdaut – ein Mensch übrigens auch nicht.

Ein Buchtipp: Die Weisheit der Wölfe – Wölfe wären wohl die besseren Menschen von Elli Radinger – https://www.amazon.de/Die-Weisheit-W%C3%B6lfe-f%C3%BCreinander-Erstaunliches/dp/3453280938/

Aber jetzt zu den Basics des Barfens.

Die sieben Säulen des Barfens

Auch beim Barfen gibt es unterschiedliche Konzepte und sie sind so individuell wie jeder Hund. Doch die 7 Säulen haben sich für meine Hunde als guter Grundbaustein bewährt. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Dein Hund im Grunde recht anspruchslos ist, was seine Ernährung angeht. Alles andere entspringt ausschließlich dem menschlichen Verständnis von Ernährung.

Wie viel Nahrung benötigt ein Hund (unabhängig davon was er benötigt)?
Ein erwachsener Hund ca. 2% des Körpergewichts täglich. Welpen von der 8. bis zur 24. Woche ca. 6%, von der 25. bis zur 34. Woche ca. 5% und von der 35. bis zur 52. Woche ca. 4%. Das sind nur Richtwerte. Wie ich schon sagte, ist jeder Hund individuell und hat seinen eigenen Stoffwechsel. Ganz einfache Regel: Nimmt er ab, bekommt er mehr und umgedreht. Aber niemals weniger als 2%.

Die sieben Säulen beinhalten: 1. Fleisch, 2. Gemüse, 3. Obst, Früchte & Beeren, 4. Kräuter, 5. Innereinen & Ei, 6. Calcium & Mineralstoffe (Knochen) und 7. Öle & Fette.

Das Fleisch & Innereien

Hund frisst Fleisch

Ein erwachsener Hund bekommt es im Verhältnis 70% (Fleisch und Knochen) zu 30% (Gemüse etc.). Eigentlich darf unser Hund fast jedes Fleisch fressen. Ausnahme ist rohes Schweinefleisch. Schweinefleisch kann zwar problemlos verdaut werden, es könnte aber den sog. Aujeszki-Virus enthalten. Wenn der Hund nach Genuss von Schweinefleisch folgendes Verhalten anzeigt: Aggressivität, Unruhe oder Schlappheit, Erbrechen, Durchfall, Juckreiz an Ohren und Nase, oder sogar Lähmungserscheinungen und Atemprobleme, dann ab zum Tierarzt. Aber machen wir es uns doch ausnahmsweise einmal einfach: Schweinefleisch ist ein NO GO für den Hund!

Folgende Sorten Fleisch sind in Ordnung:
Rindfleisch, Geflügel, Wild, Tierinnereien, Fisch, Pferdefleisch, Kängurufleisch.

Folgende Innereien + Ei können gefüttert werden:
Lunge, Leber, Milz, Niere, Bauspeicheldrüse und Herz. Sie sind zuständig für einen Teil der Vitaminversorgung. Davon ca. 15% der Fleischmenge täglich oder wöchentlich, aber bitte nie ausschließlich Innereien füttern, das kann zu Durchfall führen. On top ein bis zwei Eier die Woche. Das Eigelb kann auch roh gefüttert werden, das Eiweiß bitte nur in gekochtem Zustand.

Halt, fast den Pansen vergessen. Nein, aber es lohnt sich ihn extra zu erwähnen.
Pansen enthält viele wichtige Nährstoffe. Wer nicht weiß, was das ist: Der Pansen ist der größte aller drei Vormägen bei Wiederkäuern. Der grüne Pansen ist ungewaschen oder nur vorgewaschen. So enthält er noch einen Teil pflanzlicher Bestandteile. Grüner Pansen enthält: Vitamin A, Vitamin E, Vitamine B1 bis B12, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Eisen und Fluor. Es gibt jedoch Unterschiede: Roher und grüner Pansen ist gesünder als weißer und gekochter. Es ist auch so, dass Pansen von Rindern, die auf der Weide sein dürfen, mehr gute Nährstoffe enthält, als wenn das Rind mit billigem Kraftfutter gefüttert wird.
Der Nachteil von Pansen ist leider der Gestank, aber es gibt schlimmeres und der Hund liebt es!

Die Knochen (Kalzium/Mineralstoffe)

Hund Knochen

Vorab: Bitte niemals gekochte Knochen geben, die werden porös und brüchig. Auf keinen Fall dürfen Geflügelknochen und Kleintierknochen gefressen werden, da sie leicht splittern. Das kann Zahnfrakturen und Schnittwunden im Maul oder Darm (lebensgefährlich) verursachen. 10 bis 15% der Fleischmenge werden täglich mit Knochen gefüttert. Und wer es noch nicht wusste, das Kauen wirkt beruhigend auf den Hund, außerdem werden die Zähne gereinigt (Knochen alleine reichen dafür jedoch nicht), Nährstoffe absorbiert und er hat eine Beschäftigung. Da knabbert er wenigstens keine Schuhe oder Möbel an 🙂 Kauen ist für den Hund wichtig, es setzt sogar Glückshormone frei! Wer jetzt meint sein Hundi sei zu klein und zu zart für Knochen, oder bei triftigen Gründen, wie zum Beispiel schlechten Zähnen (warum auch immer sei dahingestellt), kann auch alternativ Eierschalen oder Knochenmehl zufüttern. Das Hundegewicht x 0,05 x 100 : Kalziumgehalt. Eine Eierschale hat zum Beispiel ein Gewicht von etwa 10 g und enthält 37% reines Kalzium. Mahlt oder mörsert man sie klein, werden daraus ca. 2 Teelöffel Pulver.

Das Gemüse

Gemüse ist auch für Hunde gesund und sollte unbedingt mit zur Fütterung gehören. Der Wolf nimmt es über die Inhalte des Magens und des Darms der Beute auf. Es beinhaltet viele wertvolle Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Aber zu beachten ist, dass der Verdauungsapparat eigentlich nicht für rohes Gemüse angelegt ist. Sollte der Hund Blähungen bekommen, ist es ratsam, Gemüse vorher zu pürieren oder leicht vorzukochen. Um den Kohlenhydratspeicher zusätzlich aufzufüllen ist PSEUDOgetreide wie Amaranth, Buchweizen & Quinoa geeignet.

Folgendes Gemüse ist in Ordnung: Spinat, Karotten, Kürbis, Rote Bete, Salat, Zucchini. Auf Nachtschattengewächse wie Kartoffeln bitte verzichten, auch keine Tomaten oder Paprika.

Kartoffel: Die oberirdischen Früchte der Kartoffelpflanze sind grundsätzlich einmal gesundheitsschädlich. Aber die giftigen Stoffe der Früchte sind auch in der Kartoffel enthalten (allerdings in sehr geringen Mengen). Würde man einem Hund jedoch sein ganzes Leben lang kartoffelhaltiges Futter verabreichen, bestünde ein großes Risiko, dass die Giftstoffe im Körper gespeichert werden. Glykoalkaloide (α-Solanin und α-Chaconin) haben die Eigenschaft, unter anderem die Darmzotten und die Darmwand zu schädigen. So werden Verdaulichkeit und Futteraufnahme stark reduziert. Glykoalkaloide sind hitzebeständig und bleiben auch beim Kochen erhalten. Hinzu kommt die Stärke, sie besteht aus komplexen Zuckern. Ja, aber mein “Experte” sagt, dass Kartoffeln nicht schädlich sind. Da haben wir es wieder einmal, der eine so der andere so, machen wir es kurz für alle: Kartoffeln gehören nicht auf die Ernährungsliste des Wolfs. Punkt.

Obst, Früchte und Beeren

Auch die holt sich der Wolf aus Magen und Darm seiner Beute. Obst enthält viele Vitamine und Mineralien, Beeren ebenso und zusätzlich noch wichtige Antioxidantien. Beim Obst bitte auf die Reife achten. Unreifes Obst ist schädlich, bitte reif bis überreif füttern. Stein- und Kernobst nicht im Ganzen verfüttern. Die Steine und Kerne enthalten die giftige Blausäure.

Folgende Sorten sind gut geeignet: Birne, Apfel, Banane, Ananas (in Maßen), Rote Bete. Besonders Äpfel enthalten den wichtigen Ballaststoff Pektin. Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren gehen immer. Der Vollständigkeit halber, auch Haselnüsse, Walnüsse, Erdnüsse und Cashewnüsse sind geeignet (ungesättigte Fettsäuren und wichtige Spurenelemente). Pflaumen, Mirabellen und Zwetschgen gehören zu den Früchten, die Hunde nur gelegentlich fressen sollten. Die Fruchthäute sind schwer verdaulich, können im Darm gären und wirken abführend. Tabu sind: Avocados, Trauben und Rosinen, Zitronen, Macadamia-Nüsse, Mandeln, vor allem Bittermandeln.

Kräuter

Über den Magen und Darm der Beute nimmt der Wolf auch Kräuter zu sich. Einige sind wichtige Ballaststofflieferanten, andere sind mineralstoffreich und wiederum andere exzellente Heilkräuter, die dem Hund in besonderem Maße zugutekommen können. Das heißt jetzt nicht die Kräuterkiste aufzureißen und alles rauszuholen was möglich ist. Kräuterwissen ist sehr umfangreich und nichts für mal eben zwischendurch und ab in den Napf. Das würde jetzt aber den Artikel sprengen, von daher hier einige Kräuter, die in bescheidenem Maße zugefüttert werden können: Brennnessel (Urtica), Fenchel (Foeniculum vulgare), Kamille (Matricaria chamomilla), Löwenzahn (Taraxacum), Majoran (Origanum majorana), Oregano (Origanum vulgare), Petersilie (Petroselinum crispum) und Rosmarin.

Öle und Fette

Der Hund bezieht seine Energie aus Fetten, sie sollte nicht nur über Proteine bereitgestellt werden. Gute Öle wie Fisch-, Krill-, Hanf-, Lein- und weitere Pflanzenöle versorgen den Hund mit den wichtigen Omega 3, 6, 9 Fettsäuren. Sie versorgen das Immunsystem, das Herz, die Gelenke, die Haut und den gesamten Organismus. Ein Hund um die 15 kg benötigt davon ca. 1 TL pro Tag. Aber das deckt nicht den kompletten Fettbedarf.  8 bis 10% (je nach Aktivität auch weniger oder mehr) des Fettes sollte zum Beispiel durch Schaf- oder Pferdefett zugefüttert werden. Dabei den Kot beobachten, wird er zu weich, dann weniger.

Das war es im Grunde auch schon, ist doch überhaupt nicht schwierig, oder? Ja, aber ich hab doch keine Zeit. Du kannst davon vieles vorbereiten, es ist weniger zeitaufwendig als Du denkst. Ok, für die Zeitgetriebenen unter euch, ganz unten kommt auch ein Futtertipp von mir 🙂

Was ist mit Milchprodukten?

Diese Frage bekomme ich oft gestellt. Hier geht der Mensch mal wieder von sich aus. Hunde vertragen in der Regel keine Laktose (wie übrigens der Großteil der Menschheit nicht). Wenn der Hund nicht schon als Welpe Milch bekommen hat, kann es sein, dass er Durchfall bekommt. Das kommt auf den Laktosegehalt an. Hüttenkäse und Quark enthalten nicht so viel und können in kleinen Mengen gegeben werden, wenn es auch nicht erforderlich ist. Aber wen es glücklich macht.

Diät für übergewichtige Hunde

Diät für HundeDein Hund ist also zu dick. Prima, das hast Du gut hinbekommen. Nicht nur wir Menschen, auch Hunde können übergewichtig sein. Und genau wie bei uns, ist das ungesund. Was kann der Grund sein? In erster Linie liegt es an industriellem Nass- und Trockenfutter, zu vielen und ungeeigneten Leckerlis sowie Bewegungsmangel. Das kann man gut mit einer Barf Diät und viel Bewegung wieder in den Griff bekommen. Besonders Industrietrockenfutter hat oftmals einen viel zu hohen Anteil an Kohlehydraten, die sind Mehrfachzucker. Ist ja auch günstiger für den Futtermittelhersteller billige Füllstoffe wie Mais und Getreide reinzuballern, als hochwertige Inhalte. So kommt er auch schneller auf das Verkaufsgewicht und der Hund fragt nicht nach (Herrchen und Frauchen aber meistens auch nicht). Nassfutter enthält oft künstliche Geschmacks- und Lockstoffe. So hat der Hund auch nach der Fütterung noch Hunger hat. McD und eine Armada von Lebensmittelchemikern lassen grüßen. Ja und auch die vielen Leckerlis, die man in guter Absicht gibt, sind überwiegend der letzte Dreck. So jetzt habe ich es einmal ausgesprochen.

Übergewicht geht auf die Knochen und Gelenke, dass Herz-Kreislauf-System und auf die Organe. Zu wenig Bewegung führt zu Darmträgheit. Die Belastung der Gelenke kann Arthrose und Arthritis begünstigen und eine ganze Menge anderer gesundheitlichen Prozesse negativ beeinflussen. Unter dem Strich: Ist dein Hund zu dick, bist Du es schuld, jetzt seh’ zu, dass Du es wieder in den Griff bekommst. Aber ein Mann ohne Bauch… stopp, bitte nicht so ein dummes Zeug.

Einfache Rechnung: Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch müssen im Gleichgewicht sein. Wie geht das denn genau? Du musst dich mit der Thematik beschäftigen, auch z.B. mit Hilfe eines Ernährungsberaters. Tierärzte sind leider nicht immer ausreichend dafür ausgebildet, sie haben ganz einfach andere Qualifikationen. Und sag jetzt bitte nicht schon wieder, ich hab doch keine Zeit, mich auch noch darum zu kümmern. Sich die Basics anzueignen ist nicht schwierig und auch nicht zeitaufwendig, es gibt genug Literatur und auch Informationen (z.B. Kalorienrechner) dazu im Internet – und wie gesagt, es gibt auch gute Ernährungsberater für Hunde. In eigener Sache: Neben unserem Futtercheck, bieten wir auch bald eine vollständige Ernährungsberatung an.

Andere Faktoren

Es gibt jedoch auch einige andere Gründe. Auf Grund von Schmerzen in den Gelenken und Gliedmaßen, können sich besonders ältere Hunde nicht mehr viel bewegen, zudem lässt naturbedingt ihr Stoffwechsel und das Immunsystem nach. Es kann auch die Schilddrüse oder ein schwaches Herz-Kreislaufsystem sein. Als Laie sollte man vor einer Diät zum Tierarzt oder zu einem Tierheilpraktiker gehen. Dort wird untersucht, was für mögliche Erkrankungen die Ursachen sein könnten. Je nach gesundheitlichem Zustand, kann die Diät mehr oder weniger zügig angegangen werden. Ein Ernährungsberater für Hunde kann auch mit Dir zusammen einen Futterplan erstellen. So lernst du am schnellsten dazu. Grundsätzlich ist die Diät einfach. Es kommt bei einer Barf Diät auch darauf an, Körperfett abzubauen und andererseits Muskelmasse zu erhalten. Einfach nur das bisherige, so oder so ungeeignete, Trockenfutter zu reduzieren bringt keine gesunde Gewichtsabnahme.

Nachteile von fertigem Nass- und Trockenfutter

Nachteile von fertigem Trocken und Nassfutter für den Hund

Hierzu könnte ich ein Buch schreiben, mache ich vielleicht auch noch. Kurzfassung: Die Haltbarmachung von Industriefutter (90% aller Futter sind solche) findet überwiegend durch Erhitzung statt. Dabei werden wichtige Nährstoffe zerstört, diese werden durch künstliche Zusätze ersetzt (als “Ernährungsphysiologische Zusätze” getarnt). Hinzu kommen billige Füllstoffe wie Mais und Getreide (Zuckerlieferanten und für den Hund absolut ungeeignet), nicht deklariertes Fleisch (Frisches Fleisch bedeutet z.B. gar nichts!!) und tierische Nebenerzeugnisse, beides sind oft Schlachtabfälle.

Die Futtermittelindustrie ist ein Milliardenmarkt, leider werden Hunde krank gefüttert, der Tierarzt freut sich z.B. über Zahnstein-Kundschaft und die Pharmalobby über den Verkauf von Medikamenten (übrigens, viele Medikamente für Hunde stammen aus der Humanmedizin, andere Verpackung und gut ist). Viele Intoleranzen und Krankheiten, haben auch im Industriefutter ihren Ursprung, so empfehlen einige TAs auch gerne ein spezielles Futter bei Intoleranzen oder bei Übergewicht. Wo bekommst Du das? Natürlich auch bei einem Industriefutter Hersteller. Nur ein kranker Kunde, ist ein guter Kunde und es wird Hand in Hand dafür gesorgt, dass es so bleibt. Traurig, aber leider oft ein Fakt!

Nass- und Trockenfutter ist natürlich eine günstige und zeitsparende Fütterungsmethode. Vergleiche es am besten mit einer Fertigpizza. Trockenfutter kann zudem Futtermilben und Schimmelpilze enthalten, diese können Intoleranzen auslösen. Jucken, Schuppen, stumpfes Fell, Blähungen, Durchfall, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, Mundgeruch, Harngrieß, Nierenprobleme, Diabetes usw. usw. Aber meins ist doch kaltgepresst und ganz natürlich. Pffff…. Schau auf die Deklaration, wenn Du mir alles Punkt für Punkt genau erklären kannst, was z.B. Leberhydrolysat, Fisch- und Fleischmehl, frisches Rindfleisch, Geflügelprotein, Rübentrockenschnitzel, Lignocellulose, Monocalciumphosphat, Apfelpulpe, Johannisbrotmehl und Carrageen ist, … dann frage ich Dich, warum Du das denn Deinem Hund trotzdem antust. Kannst Du mir das nicht erklären, bist Du auf die Marketingmasche eines Futterherstellers reingefallen. Bist Du dir unsicher, was Dir keiner übel nehmen kann, dann frag mich bitte!

Trockenfutter schadet (nicht nur) den Zähnen

Ein Hund kann bis zu zwei Wochen auf Nahrung verzichten, kein Problem. Ein Wassermangel ist ab 10 % in vielen Fällen tödlich. Trockenfutter trocknet den Hund aus, das Futter saugt jegliche Flüssigkeit auf, das wiederum setzt eine Krankheitsspirale im Gang. “Aber mein Hund trinkt doch genug.” Das höre ich jeden Tag. Bei der Fütterung mit Trockenfutter, müsste ein 10kg Hund ca. 4,5 Liter Wasser pro Tag trinken. Der stetige Wassermangel, den der Hund “aushält”, führt zu vielerlei Krankheiten. Die weit verbreitet Niereninsuffizienz, findet in vielen Fällen hier ihren Grund.

Zu den Zähnen: Durch die Fütterung mit Trockenfutter ändert sich zudem der pH-Wert des Speichels. Die viel zu trockene Nahrung saugt dem Hund die Flüssigkeit auf, so entsteht viel konzentriertere Magensäure. Die Magensäure hat eine Einfluss auf die Speichelbildung, so dass auch sie einen hohen ph-Wert aufweist. Das schadet wiederum den Zähnen, dem Zahnfleisch und fördert Zahnstein. Zudem hat Fertigtrockenfutter in der Regel einen viel zu hohen Anteil an Kohlenhydraten. Getreide, Mais und Stärke allgemein, wird zudem zu Zucker umgewandelt und der ist ebenso für Zahnstein verantwortlich. Eine Lüge der Futtermittelindustrie: Trockenfutter reinigt die Zähne. Was für ein Quatsch.

Ich könnte endlos weiter schreiben, denn die erschreckendsten Nachteile und Inhaltsstoffe finden hier kaum Platz. Geschmacksverstärker, Lockstoffe, Konservierungsmittel, künstliche Zusätze aller Art und Proteinquellen schlechtester Qualität sind typisch für industriell gefertigtes Trockenfutter. Interessant zu wissen, dass die Verwertbarkeit von Trockenfutter bei ca. 30 – 40 % liegt. Mein Hund macht von dem Futter so tolle Häufchen, endlich mal ein Futter, das er verträgt. Fein, zum einen sorgen Zusätze für die Konsistenz und zum anderen befindet sich im dem Haufen 60 bis 70% nicht verwertbares. Zeig mir den Kot Deines Hundes und ich sage Dir sofort, ob Du Deinen Hund artgerecht ernährst oder nicht. Hast Du dich bei meinen Sätzen zum Kot erwischt gefühlt, hast extrem viel Nachholbedarf was die Ernährung angeht! Auch oft gehört: Meine Hunde haben immer das Roj… bekommen, denen ging es immer gut. Ja, ein Hund kann in der Tat vieles aushalten, bis er dann an Krebs oder ähnlichem und nicht auf Grund seines Alters stirbt.

Aber es gibt auch Alternativen – zum Glück

Aus welchen Gründen auch immer Barfen für Dich nicht in Frage kommt und Du wirklich gute Gründe dafür hast, wie z.B. eine unvorhergesehene drastische Veränderung in Deinem Leben, die Dir die Zeit raubt, eine Krankheit (was ich nicht hoffe) oder was auch immer schwerwiegendes, das Du bevor Du Dir einen Hund angeschafft hast nicht berücksichtigen konntest, es gibt zum Glück zwei Futterhersteller, die ich Dir guten Gewissens empfehlen kann. Dazu gehören Fresco und Endenfood. Schau sie dir bitte an, besonders das Fertigbarf Futterkonzept von Fresco hat mich überzeugt (Nein, das ist keine versteckte Werbung. Nein, ich bekomme von denen kein Geld). Natürlich, artgerecht, mit genau deklarierten Zutaten und Rohstoffquellen und frei von Zusätzen. Nach dem Barfen, gehören sie zu den “Guten”, denen die Gesundheit Deines Hundes wirklich am Herzen liegt.

Viel Erfolg und gutes Gelingen – im Sinne der Gesundheit Deines Hundes.

Deine Sandra von DOG FIT by PreThis®

 

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