MalinoisAls domestizierter Nachfahre des Wolfes ist auch dem Hund ein beeindruckendes Gebiss zu eigen. Doch während der Wolf anscheinend stets ein ordentliches Zahnwerk präsentieren kann, hat der heutige Haushund hier zuweilen Probleme: Zahnstein, Mundgeruch, entzündetes Zahnfleisch und letztlich sogar ausfallende Zähne sind leider keine Ausnahmen. Auch deshalb setzt sich mittlerweile die Meinung durch, dass nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Hund regelmäßige Zahnpflege angesagt ist. Wie Sie die Zahngesundheit Ihres Hundes optimal schützen können, erfahren Sie hier.

Warum sollte man die Zähne seines Hundes gesondert pflegen?

Bei einem Wolf tut das doch auch niemand! – Möchte man denken. Tatsächlich ist es nicht so einfach. Denn nicht nur, dass in der Zuchtauswahl durch den Menschen Jahrhundertelang merklich weniger Augenmerk auf ein gesundes Gebiss, als auf beispielsweise die Fellfarbe gelegt wurde, auch andere Faktoren spielen eine Rolle. So frisst ein wildlebendes Raubtier seine Beute im wahrsten Sinne des Wortes mit Haut und Haar: Beim Zerteilen der Beute putzt Fell Zahnbelag von den Zähnen, das Zerkauen von Knochen reibt selbst harte Rückstände ab und überhaupt scheint die Konsistenz von großen Brocken rohem Muskelfleisch deutlich besser geeignet, um Zahnfleisch und Zähne gesund zu erhalten, als das gängige Hundefutter. Denn nicht nur, dass dieses kaum manuelle Reinigungsmöglichkeiten für das Gebiss bietet, zudem neigen Futtermittelanteile dazu, sich an den Zähnen als Zahnbelag anzulagern und zu einem Heim für schädliche Mundbakterien zu werden.

Zahnbeläge – die Ursache für die meisten Gebissprobleme beim Hund

Die Bakterien, die in ihnen optimale Lebensbedingungen vorfinden, produzieren durch ihren Stoffwechsel Säuren, die den Zahnschmelz angreifen – und übelriechende Gase, die wir als schlechten Atem wahrnehmen. Entzündungen am Zahnhals häufen sich und können so zu chronisch entzündetem Zahnfleisch führen. Dadurch wiederum kann es zu einem Rückgang des Zahnfleisches und einer Lockerung der Zähne führen. Zu allem Überfluss verhärtet die Bakterientätigkeit den weichen Zahnbelag im Laufe der Zeit zu hartem Zahnstein, der nur noch sehr schwer entfernt werden kann. Im schlimmsten Fall geraten Keime und Bakterien aus dem Mundraum über die Blutbahnen in den Organismus und infizieren auch andere Teil des Körpers. Deshalb ist es dringend angeraten, auf ein gesundes Hundegebiss zu achten – nur wie macht man das am besten?

Am naheliegendsten ist es, die Hundezähne manuell zu reinigen. Ob mit Dentalspielzeug, also Kauspielzeug, das den Abrieb von Belägen fördern soll, oder durch harte Kausnacks, die versprechen das Gebiss während des Naschens zu putzen – die Möglichkeiten sind zahlreich. Allerdings gelingt es mit diesen Methoden zumeist nicht, auch schwer erreichbare Stellen und Zahnzwischenräume zu reinigen. Hier hilft nur eins: Zähneputzen! Und zwar mit Zahnbürste und Zahnpasta. Beides ist speziell für Hunde konzipiert im Fachhandel erhältlich. Der Vorteil: Beläge können durch regelmäßiges Zähneputzen wie beim Menschen abgebürstet werden, es gibt schnelle und zuverlässige Ergebnisse. Der Nachteil: Ist der Hund nicht von kleinauf liebevoll an die Zahnpflege herangeführt worden, kann es mehr oder weniger unmöglich werden, seine Zähne tatsächlich ordentlich zu putzen – viele Hunde sehen erstmal gar nicht ein, warum Herrchen oder Frauchen ihnen mit irgendwelchen Dingen im Mund herumschrubben dürfen sollen. Oft ist es auch ganz einfach schon zu spät, denn genau wie beim Menschen kann auch beim Hund harter Zahnstein bereits nicht mehr wirklich mit einer einfachen Zahnbürste abgelöst werden.

Lässt der Hund sich die Zähne nicht zuhause reinigen oder neigt er verstärkt zu Zahnproblemen ist eine professionelle Zahnreinigung durch den Tierarzt anzuraten. Dieser hat entsprechendes Werkzeug, um auch hartnäckige Beläge und harten Zahnstein zuverlässig zu entfernen. Hierfür wird im Normalfall ein spezielles Ultraschallreinigungsgerät, Küretten (Schaber) und Poliergeräte verwendet. Manche Hunde reagieren allerdings sehr gestresst auf die notwendige Behandlung – deshalb läuft die Standard-Zahnreinigung für Hunde auch unter Vollnarkose statt. So soll Panikreaktionen und Verletzungen des Vierbeiners durch starke Gegenwehr vorgebeugt werden.
DOG FIT by PreThis WHITEAber Vollnarkose zur Zahnreinigung? So manchem Tierhalter scheint das dann doch etwas wie mit der Kanone auf Spatzen zu schießen. Deshalb wird die Suche nach schonenden Alternativen immer wichtiger. Neue Wege beschreiten Nahrungsergänzungsfuttermittel, die die Zahngesundheit unterstützen. So wurde beispielsweise herausgefunden, dass die nordatlantischen Braunalge Ascophyllum Nodosum durch ihre spezielle Zusammensetzung geeignet ist, um auch harte Zahnbeläge aufzuweichen,so dass sie problemlos abgelöst werden können. DOG FIT by PreThis® WHITE dental enthält eine optimale Dosis des Algenkonzentrats, die exakt auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt ist, so dass die Inhaltsstoffe ideal verwertet werden können.
DOG FIT by PreThis JOINTS FRESHUnd auch um Bakterienkulturen im Mund- und Rachenraum zu beseitigen, die üble Gerüche, Entzündungen und ähnliches hervorrufen, gibt es ein hochwertiges Mittel aus der DOG FIT Reihe: DOG FIT by PreThis® FRESH enthält eine ausgewogene Kombination aus Schwarzkümmelschrot und 16 verschiedenen natürlichen Kräutern. Damit bekämpft es gezielt zwei der häufigsten Ursachen für üble Maulgerüche: Bakterienbefall und Probleme des Magen-Darm-Traktes.

Diese und ähnliche schonende Alternativen zur klassischen Zahnreinigung beim Tierarzt gewinnen immer mehr an Bedeutung, um dem Hund stressige Behandlungen und unter Umständen gesundheitsgefährdende Narkosen zu ersparen. Aber egal für welche Behandlungsform Sie sich entscheiden: Wichtig ist vor allem, dass Sie rechtzeitig aktiv werden, bevor schwerwiegende Schäden am Gebiss und auch an der Gesundheit ihres Hundes entstanden sind.

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