hund-haushüterEs gibt Hunde, die mit Vorliebe bellen, wenn es an der Haustür klingelt. Das kann viele Gründe haben, es kann eine Warnung sein, eine Drohung, eine freudige Begrüßung, eine Aufforderung zum Spiel oder Ausdruck von Stress. Manche Hunde bellen aus aus Langeweile, aus dem Grund, dass sie dann Aufmerksamkeit bekommen. Das Bellen an der Haustür dient aber meistens zur Revierverteidigung. Der Hund weiß, immer wenn es klingelt, steht ein Eindringling vor der Tür. An der Tonlage des Bellens kann man sogar die Stimmung des Hundes erkennen. Ängstliche Hunde bellen in höherer Tonlage als souveräne. Tiefes Bellen wirkt auf Fremde bedrohlich, daher nutzen viele Hunde das aus, wenn jemand vor der Tür steht.

Den Liegeplatz im Eingangsbereich verschieben

Das Problem kann man lösen, indem man, falls es so ist, den Liegeplatz des Hundes aus dem Eingangsbereich entfernt. Durch das Verlegen in einen weiter weg liegenden Platz kann man sich eine erste Grundlage für das Training gegen übermäßige Revierverteidigung schaffen. Das Klingeln an der Haustür kommt normalerweise am Tag nicht allzu häufig vor, also ist es jedes Mal eine kleine Sensation für den Hund. Also ist ein guter Vorschlag, mit einer Hilfsperson ein regelrechtes Klingeltraining durchzuführen.

Klingeltraining für den Haushüter

Dann geht man wie folgt vor: Ertönt das Klingelsignal, wird der Hund auf seinen Platz geschickt. Sobald er das gemacht hat und dort still ist, wird er umgehend belohnt. Das geht natürlich meist nicht auf Kommando. Diese Übung sollte man zu unterschiedlichen Zeiten über einige Tage oder auch einige Wochen praktizieren, bis der Hund irgendwann das Bellen leid ist. Dann hat er auch gelernt, dass es eine Belohnung exakt fürs Nichtbellen gibt!

Hunde, die nicht zu bremsen sind

Wenn der eigene Hund jedoch nicht hört und eine Besserung nicht in Sicht ist, ist der Halter oft ratlos. Aber in den meisten Fällen lassen sich die Probleme lösen. Immer häufiger hört man von überforderten Haltern, die von einem überdrehten und hyperaktiven Hund berichten. Da ist auch schon das erste Problem: Die meisten denken, ihr Hund sei nicht ausreichend ausgelastet und schon „überbeschäftigen“ sie ihn. Dadurch wird er aber eben hyperaktiv. Die Expertin berichtet von einem solchen Fall. Da hat man erstmal, um organische Ursachen auszuschließen, einen medizinischen Check durchgeführt, also ein großes Blutbild, das auch eine Überprüfung der Schilddrüsenwerte beinhaltet.

Erster Schritt zur Besserung

Als klar war, dass der Hund an sich kerngesund ist, da hat die Expertin mit einem Training angefangen mit dem Halter zusammen. Als wesentlichstes hat man erst feste Ruhezeiten in den Tag eingebaut und zu lernen, diese auch durchzuhalten. Der Halter musste lernen, die Aufforderungen seines Hundes zu ignorieren. Und dass er bestimmt, wann etwas gemacht wird. Beispielsweise wenn der Hund Streicheleinheiten einfordert, wird nicht darauf eingegangen. Das ist natürlich für beide sehr schwer am Anfang, aber es ist wirkungsvoll.

Im Notfall muss die Hundebox ran!

Im zweiten Schritt werden Grenzen gesetzt. Dazu eignet sich gut eine Hundebox, die eingesetzt wird, um Ruhe durchzusetzen. Also, gibt der Hund keine Ruhe, wird er wortlos angeleint und in die Box gebracht. Dort soll er bleiben, bis er sich beruhigt hat. Dann sollte man ihn schon belohnen, mit einem Spaziergang oder spielen – aber bewusst so, wie es dem Herrchen passt! Wenn man es schafft, diese beiden Schritte mehrere Wochen lang eisern durch zuziehen, könnte es klappen. Garantiert wird dann aus der Nervensäge ein in sich ruhender Hausgenosse wird.

 

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